Provokation und Platzverweis

Im Laufe dieser Woche erreichten uns Nachrichten von Mitgliedern, die von einem Vorfall am vergangenen Freitag in der Innenstadt von Braunschweig berichteten. Was war geschehen?
Eine kleinere Gruppe von Eintracht-Fans war auf der Friedrich-Wilhelm-Straße unterwegs, als ein Streifenwagen an ihnen vorbei fuhr. Als die Beamten die Gruppe bemerkten, hielten sie schlagartig an und separierten 2 Personen vom Rest der Gruppe. Auf die Nachfrage, was denn passiert sei, wurde den Betroffenen mitgeteilt, sie hätten Grimassen gezogen worauf ihre Personalien kontrolliert wurden. Da die Identitätsfeststellung nichts ergab, wurden die von der Gruppe getrennten Personen noch durchsucht. Nach Angaben von mehreren Anwesenden haben die Beamten immer wieder versucht, die Betroffenen zu provozieren und auch nicht den freundlichsten Umgangston an den Tag gelegt. Unter anderem wollte ein Beamter das Handy von einem Mitglied einstecken und damit anscheinend beschlagnahmen. Da sich aber glücklicherweise keiner provozieren ließ und auch die Durchsuchung nichts ergab, wollte die Gruppe weiter in der Innenstadt verweilen. Die beiden Betroffenen der Maßnahme erhielten aber zum Abschluss noch einen Platzverweis für die Innenstadt, weil sie darauf hingewiesen haben, dass nicht einfach so ein Handy beschlagnahmt werden kann und erfolgreich die Rückgabe gefordert haben. Mit ihren Grimassen und weil sie „unkooperativ“ waren, hätten sie ein aggressives Verhalten an den Tag gelegt.
Gerade im Zusammenhang mit den Hausbesuchen für eine freiwillige Abgabe von DNA-Proben (wir berichteten), kann man den Eindruck gewinnen, dass Teile der aktiven Fanszene bewusst provoziert werden. Wir möchten daher diese Gelegenheit dafür nutzen, noch einmal darauf hinzuweisen, dass sich niemand provozieren lassen sollte. Bleibt immer höflich und ruhig, unterschreibt keine Dokumente ohne vorher den Rat eines Anwalts oder Rechtsbeistandes einzuholen und informiert zeitnah die Blau-Gelbe Hilfe. Wir können mit unseren Fachanwälten Rücksprache halten, ob es sinnvoll ist, rechtliche Schritte einzuleiten und andere Eintracht-Fans über Maßnahmen, die auch sie betreffen könnten, informieren.
Bitte verzichtet selbst auf sinnlose Provokationen gegenüber der Polizei. Es ist weder euch noch der Fanszene damit geholfen, dass sich aus unnötigen Dingen etwas entwickelt, was am Ende allen nur Nerven, Zeit und vielleicht sogar Geld kostet.
Eure Blau-Gelbe Hilfe